Taiwan – unser kleiner, unvergesslicher Abstecher nach Taipei
Taipei ist so eine dieser Städte, die man vielleicht nicht sofort ganz oben auf der Reiseliste hat – und dann plötzlich denkt: Warum eigentlich nicht früher? Die vibrierende Hauptstadt Taiwans überrascht uns mit einer mitreißenden Mischung aus Tradition und Moderne. Obwohl sich der Himmel während unserer Reise meist grau zeigt, verliert die Stadt nichts von ihrem Charme. Im Gegenteil! Zwischen alten Tempeln, nebelumhüllten Wolkenkratzern und duftenden Garküchen mischt sich das Leben auf eine ganz eigene, lässige Art – Taipei ist lebendig, bunt, freundlich und ein kleines Abenteuer. Perfekt für alle, die Streetfood lieben, gerne zu Fuß entdecken und sich treiben lassen wollen.
Ob bei Regen oder Sonnenschein – Taipei hat uns abgeholt. Mitten in der Stadt, auf kleinen Märkten, in engen Gässchen, bei herzlichen Begegnungen und beim ersten Biss in Dumplings, von denen wir jetzt noch träumen. In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf unsere 48 Stunden in Taipeh – vom holprigen Hinflug bis zur überraschend entspannten Abreise mit der Metro.
Unsere Tipps & Highlights
Unser Taipei Aufenthalt
Anreise und Übernachtung
Taipei begrüßt uns noch im Halbschlaf – wir landen gegen 5 Uhr früh und wollen erstmal ankommen. Statt mit dem Taxi zu hetzen, steigen wir in den Bus Richtung Hauptbahnhof. Gute Entscheidung! Wir bekommen direkt ein erstes Gefühl für die Stadt, beobachten das morgendliche Leben durch die großen Busfenster und sind sofort neugierig. Unsere Unterkunft liegt ganz praktisch in der Nähe des Hauptbahnhofs, ideal als Ausgangspunkt für unseren Kurztrip.
Die Stadt erscheint uns riesig und voller Ecken, die wir entdecken wollen. Und obwohl das Wetter sich eher grau zeigt, stört uns das kaum. Im Gegenteil – Taipei ist selbst bei Nieselregen charmant und lebendig. Und das beste an unserem Trip: wir begegnen kaum westlichen Touristen.
Unsere Übernachtungen finden wir in der Regel bei Trip.com !
Allgemeines über Taipei
Auf unserer Walking Tour mit „Like it Famosa“ erfahren wir so einige spannende Dinge über die koloniale Vergangenheit, die japanischen Einflüsse und wie sich Taiwan als eigenständige Identität in all dem behauptet hat. Taipei ist kein Geschichtsmuseum – es ist eher ein lebendiges Mosaik, das ständig weiterwächst.
Manche Viertel wirken wie aus der Zeit gefallen: alte Häuser mit verwitterten Holzbalkonen, rote Tempeldächer, Kräuterläden mit goldenen Schriftzeichen. Und dann plötzlich: ein moderner Glaspalast, hippe Cafés und kreative Streetart. Gerade in Gegenden wie Datong oder Ximending fühlt man diesen kulturellen Mix besonders.
Sehenswürdigkeiten
Nach der Walking Tour sind wir zwar ein wenig durchgefroren, aber dennoch heiß aufs Weiterentdecken. Zu Fuß ziehen wir los und lassen uns einfach treiben. So schlendern wir durch den Huashan 1914 Creative Park, stoßen bei der Section 1 Bade Rd. auf eine dieser typischen Taipei-Foodgassen, in denen es an jeder Ecke duftet, zischt und brutzelt. Wir probieren Soytea und ziehen weiter durch schmale Straßen, in deren Schluchten wir bereits aus der Ferne den etwas surreal erscheinenden Taipei 101 thronen sehen. Pünktlich zum anfänglichen Sonnenuntergang erreichen wir den Turm, verzichten aufgrund der tiefhängenden dunklen Wolken schweren Herzens aber auf den Aufstieg zum Observatorium.
Nordöstlich der Songlian Road spazieren wir über die lange Xinyiliantongtian Brücke durch eine Art Shoopingviertel gen Norden und lassen uns von coolen Lichtinstallationen und verschiedenen künstlerischen Darbietungen verzaubern. Zum Abschluss des Tages fahren wir zum Raohe Street Night Market – und der haut uns echt um. Wer hier satt ankommt, macht einen großen Fehler. Es riecht nach Gegrilltem, Süßem, Deftigem. Die Schlange vor der berühmten Pfefferfleisch-Bäckerei ist zwar lang, aber es lohnt sich. Wir teilen uns durch die Stände, probieren Snacks, trinken Bubble Tea und lassen uns treiben.
Am nächsten Tag nieselt es. Egal. Wir schnappen uns den Bus ins Viertel Datong und landen letztendlich in der Dihua Street – eine alte Straße mit viel Charme, kleinen Läden und einer besonderen Atmosphäre. Hier spürt man Taipei von früher. Aber auch hier sind wir von der köstlichen Auswahl an Streetfood überwältigt.
Unser letzter Abend führt uns ins Viertel Ximending – jung, laut, bunt. Fast wie ein asiatisches Soho. Hier pulsiert das Leben bis spät in die Nacht, und wir merken, dass zwei Tage für Taipei definitiv nicht reichen.
Für den Rückweg zum Flughafen entscheiden wir uns für die Metro – was sich als deutlich besser herausstellt. Nicht nur, dass wir statt ein Ticket zu kaufen nur mit unserer Visacard durch die Schranken gehen können, auch der Blick auf die Stadt ist von hier aus schöner als aus dem Bus heraus. Taipei überrascht uns bis zum Schluss – mit Kleinigkeiten, Freundlichkeit und einer Schönheit, die nicht laut, aber dafür umso ehrlicher ist. Wir wollen auf jeden Fall wiederkommen!
Aktivitäten in New York
Taipei ist ein Paradies – nicht nur für Foodies wie Anne. Wir probieren in der kurzen Zeit Bubble Tea, Soymilk, Canji, Scallion-Pancakes mit Sojasauce, Dumplings, “stinky Tofu”, Schmor-Nudelsuppe und ein paar süße Speisen – und lieben es. Tagsüber lässt sich die schöne und abwechslungsreiche Stadt gut zu Fuß erkunden und bietet außerdem einige Aussichtspunkte wie den Taipei 101 oder den Elephant Hill. Am Abend laden trendige Viertel wie Ximending oder auch die vielen Nachmärkte ein, das Nachtleben der Stadt zu erleben und in gemütlichen Bars oder angesagten Clubs zu feiern.
Bildergalerie & Video
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