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Vietnam – Ein Land voller Schönheit und Vielfalt

Vietnam begeistert uns von der ersten Sekunde. Ein Land voller Leben, mit geschichtsträchtigen Städten, tollen Landschaften, religiösen Stätten und kulinarischen Erlebnissen gepaart mit herzlicher Gastfreundschaft. Wir erkunden quirlige Nachtmärkte, fahren mit dem Fahrrad über Dörfer und durch Reisfelder, schippern mit dem Boot durch spektakuläre Karstlandschaften und spazieren durch historische Altstädte. Zwischen buddhistischen Tempeln und kolonialen Bauten spüren wir die bewegte Geschichte Vietnams, ein Land voller Kontraste zwischen Tradition und Moderne.

Unsere Tipps & Highlights

  • Eine Nacht in der Halong-Bucht
  • Fahrradtour in Ninh Binhs Umland
  • Hoi Ans Nachtmarkt
  • Eisbaden in Hoi An

Unsere Vietnam Rundreise

Überblick

Wir reisen von Mexiko mit einem zweitägigen Stopp-over in Taipei LINK nach Hanoi. Drei Wochen Vietnam – für uns klingt das immer noch wie ein Traum. Von nebligen Tagen im Norden über goldene Sonnenuntergänge an der Zentralküste bis hin zu tropischer Hitze im Süden: Vietnam hat uns komplett in seinen Bann gezogen. 
Unsere Route startet im regnerischen Hanoi, führt uns über die beeindruckenden Karstberge von Ninh Binh und die kaiserliche Stadt Hue weiter südlich die Küste entlang nach Danang und schließlich ins charmante Hoi An. Nach einem weiteren Zwischenstopp im kühlen Hochland von Dalat endet unsere Reise schließlich im trubeligen Ho Chi Minh City, wo die Geschichte des Landes hautnah spürbar wird.

Hanoi

Unser Vietnam-Abenteuer beginnt in Hanoi. Schon beim ersten Schritt aus dem Flieger schlägt uns feuchte Luft entgegen. Entgegen unserer Erwartungen halten sich die Temperaturen nur bei um die 20 Grad. Das Wetter im Norden ist grau, nieselig und feucht, aber davon lassen wir uns nicht aufhalten.

Hanoi empfängt uns mit dichtem Verkehr, Hupkonzerten und einer Energie, die mitreißt. Zum Start gönnen wir uns direkt ein Banh Mi mit Schweinebauch FOTO, das besser schmeckt, als es jedes Instagram-Foto je zeigen könnte. Unsere Unterkunft, das „The La Rente Hotel & Spa“, klingt auf dem Papier besser als in der Realität – kein Drama, aber auch kein Highlight.
Wir erkunden Hanoi ausschließlich zu Fuß und schlängeln uns mit unzähligen Mopeds, Autos und anderen Fußgängern durch enge Gassen, wo sich koloniale Bauten mit alten Tempeln abwechseln. Nach Sonnenuntergang verwandelt sich die Stadt in ein kunterbuntes Lichtermeer; mit dampfende Phở-Suppenständen am Straßenrand, unzähligen feierwütigen Menschen in der Beerstreet und natürlich das Wasserpuppentheater am Hoan-Kiem-See zum Leben erwacht. Auch der riesige Westsee (Ho Tay) ist einen Besuch wert – aufgrund des Nebels konnten wir die Westseite des Ufers nur schemenhaft sehen.

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Ein echtes Erlebnis ist die Trainstreet. Während Anne mutig ihren allerersten Eggyolk-Coffee probiert (und dabei überrascht feststellt, dass der süße Kaffeepudding-Geschmack ihr gefällt), donnert ein Zug direkt unter unserem Balkon durch die enge Gasse – Adrenalin und Faszination pur. Ein bisschen Angstschweiß war auch dabei. FOTO

Halong Bay

Die Halong-Bucht ist ein Weltwunder der Natur, das viele begeistert. Hunderte Kalksteinfelsen ragen majestätisch aus dem smaragdgrünen Wasser. Mit einer Dschunke gleiten wir durch diese fantastische Landschaft, besuchen versteckte Höhlen und lassen uns von der Stille der abgelegenen Buchten verzaubern. Bei einer Kajaktour erkunden wir kleine Wasserwege zwischen den Felsen und genießen das Tagesende bei einem hervorragenden Abendessen an Deck unseres Schiffes.

Ninh Binh (trockene Halong-Bucht) mit Tam Coc & Trang An

Wenn von Ninh Binh als Reiseziel die Rede ist, ist für Gewöhnlich die “Halong-Bucht an Land” (oder auch die „trockene Halong-Bucht“) gemeint. Hier schlägt unser Outdoor-Herz höher: Auf dem Weg zum radelt man durch grüne Reisfelder, durchzogen von einer schönen Flusslandschaft und steilen Karstfelsen – diese Bilder bleiben im Kopf. Die Bootstour ab Trang Anh ist landschaftlich ein Traum, aber an einem Samstag mit Massenbetrieb und Sprachbarriere eher ein Kulturschock. Wir lieben die Gegend trotzdem und schippern durch enge Höhlen, vorbei an traditionellen Dörfern und der faszinierenden Kulisse aus “Kong: Skull Island”. Natürlich erklimmen wir auch die Stufen zum liegenden Drachen und werden mit einem atemberaubenden Blick über die malerische Landschaft belohnt – im Nebel.

An der Stelle zwei kleine Tipps von uns

Wir empfehlen in Tam Coc zu übernachten und von dort aus die Gegend bis nach Trang Anh mit dem Fahrrad zu erkunden. Eine Bootstour ist von beiden Orten aus möglich, wobei wir die ab Tam Coc empfehlen.

Huê

Unser Nachtzug nach Hue wird zur Odyssee: ein Güterzugunfall, ein riesiger Stau nach einem Crash zwischen LKW und Bus, und 18 statt 11 Stunden später kommen wir endlich an. Belohnt werden wir mit einem entspannten Spaziergang und Abendessen im „Madame Thu“.

Die ehemalige Kaiserstadt Huê fasziniert uns mit ihrer kaiserlichen Vergangenheit. Erneut geht das prima per Fahrrad. Wir besichtigen die Zitadelle der Verbotenen Stadt, erkunden uralte Tempel und einen verlassenen Wasserpark am Thuy Tien Lake und fahren bis zum Mausoleum of Emperor Khai Dinh. Vom Vong Canh Hill genießen wir den Sonnenuntergang über Fluss und Landschaft, bevor wir abends noch über die Holzbrücke am Parfüm-Fluss spazieren und Streetfood probieren – darunter zwei Varianten der berühmten Hue-Suppen: eine mit Banane-Kokos, die andere mit Lotus.

Während die Stadt tagsüber eine ruhige Eleganz ausstrahlt und uns einen tiefen Einblick in die vietnamesische Geschichte gibt, entwickelt sie sich zum Abend hin in eine bunte Partymeile.

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Hôi An und Danang

Von Hue geht’s weiter nach Danang. Vom Lady Buddha aus genießen wir den Ausblick auf die abendliche Skyline der Stadt. Da wir noch Zeit (und kaum Empfang) haben, laufen wir den doch recht langen Weg zurück in die Stadt. Abends schlendern wir über den Night Market, essen vietnamesisches Streetfood und staunen mit unzähligen anderen Menschen bei der Feuershow auf der Drachenbrücke.

Die Marble Mountains erkunden wir am nächsten Tag – Höhlen, Tempel, Panorama-Aussichten. Auf einen Ausflug zum Ba Na Hills Resort mit der beeindruckenden Goldenen Brücke verzichten wir aufgrund des feucht-nebeligen Wetters. Stattdessen geht’s direkt ins bezaubernde Hoi An, wo wir uns spontan für eine ganze Woche einnisten. Vier Tage lang machen wir nichts außer Strand, Yoga, Muay Thai Training, Massagen, Sauna und Eisbäder im „Epic Rejuvenation Spa“. Die restlichen Tage verbringen wir in der Altstadt, die mit ihren vielen Lampions, kleinen Cafés und vielen Booten wie aus einem romantischen Märchen wirkt.

Ein Halbtagesausflug führt uns zur Tempelstadt My Son, abends besuchen wir den Bamboo Circus – absolute Empfehlung! Auch die Fahrradtour zu den berühmten Bambusbooten bleibt uns als lustiges Highlight in Erinnerung.

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Da Lat

Mit dem Flug geht’s weiter nach Dalat – endlich Sonne pur!

Da Lat, eine charmante Stadt im zentralen Hochland Vietnams, verzaubert uns mit ihrer frischen Bergluft, den grünen Landschaften und einem unverwechselbaren kolonialen Charme. Oft als „Stadt des ewigen Frühlings“ bezeichnet, ist Da Lat der perfekte Ort für Reisende, die dem Trubel der größeren Städte entfliehen wollen. Die angenehme Kühle der Berge, gepaart mit einer reichen Geschichte und einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, macht Da Lat zu einem idealen Ziel für Paare auf der Suche nach einem (romantischen) Rückzugsort. Hier entdecken wir das verrückte „Crazy House“, genießen Drinks in der verspielten Maze Bar und lassen uns auf dem Night Market treiben. Der Ausflug ins Umland mit seinen Wasserfällen ist ein willkommener Natur-Kick. Hier erleben wir, wie die Ruhe der Natur auf kulturelle Höhepunkte trifft – von atemberaubenden Wasserfällen bis hin zu farbenprächtigen Blumenmärkten, Kaffeeplantagen und Saidenraupenmanufakturen. Da Lat verspricht aber nicht nur Erholung, sondern auch Abenteuer. Unzählige Outdooraktivitäten wie Canyoning, Alpine Coaster oder Mario-Cart fahren bis hin zum Wandern und Erdbeerenpflücken.

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Ho Chi Minh Stadt

Die letzte Etappe bringt uns mit dem Nachtbus nach Ho Chi Minh City. Trotz der vielen Stunden auf der Straße sind wir sofort wieder wach. Die ehemalige Hauptstadt Südvietnams pulsiert vor Energie. Moderne Wolkenkratzer stehen neben französischen Kolonialbauten, Märkte und Straßenhändler beleben jede Gasse. Im War Remnants Museum tauchen wir tief in die Geschichte des Vietnamkriegs ein, während das Nachtleben in der D. Búi Vien Straße seinesgleichen sucht. Wir besuchen natürlich auch die Cu Chi Tunnel, machen eine Tagestour ins Mekong-Delta und lassen den Abend bei Sonnenuntergang im Saigon Riverside Park ausklingen.

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Zum Abschluss unserer Vietnamreise genießen wir das Essen auf dem Benh Nghe Market – ein würdiger letzter Happen vor dem Flug nach Thailand. Und auch wenn wir uns auf das nächste Land freuen, bleibt uns Vietnam als unglaubliches Erlebnis in Erinnerung – voller Kontraste, Geschmacksexplosionen und unvergesslicher Momente.

Cu-Chi-Tunnel und Kriegsreste-Museum

Ein Besuch der Cu-Chi-Tunnel ist eine Reise in die düstere Vergangenheit Vietnams. Das unterirdische Tunnelsystem diente den Vietcong als Schutz und Basis im Vietnamkrieg. Wir kriechen durch enge Gänge, erfahren mehr über die ausgeklügelten Fallen und bekommen einen Eindruck davon, wie sich das Leben während des Krieges in diesem Labyrinth abspielte. Es ist ein bewegender, aber auch lehrreicher Ausflug, der uns die Widerstandskraft und den Einfallsreichtum der Vietnamesen vor Augen führt.

Auch unser Besuch im Kriegsreste-Museum in Ho Chi Minh City gehört definitiv zu den bewegendsten Momenten unserer Vietnamreise, die lange nachhallen. Schon beim Betreten der Ausstellung wird klar: Hier geht es nicht um neutral aufbereitete Geschichtsdaten, sondern um rohe, ungeschönte Realität. Die Fotos, Dokumente und ausgestellten Relikte zeigen die grausamen Folgen des Vietnamkriegs auf eine Weise, die unter die Haut geht. Besonders die Bilder von Opfern von Napalm und “Agent Orange” bleiben uns noch lange im Gedächtnis – teilweise mussten wir die Ausstellung unterbrechen, um einmal tief durchzuatmen.

Die vietnamesische Sicht

Das Museum erzählt den Krieg eindeutig aus der vietnamesischen Perspektive. Kritik an der US-amerikanischen Kriegsführung steht im Fokus, während eigene Kriegsverbrechen kaum erwähnt werden. Man merkt schnell: Die Darstellung ist nicht unbedingt ausgewogen und wird von vielen als einseitig oder sogar als Propaganda wahrgenommen.

Unterm Strich liefert das Museum eine eindringliche Erinnerung daran, wie verheerend jeder Krieg ist – für alle Seiten. Wer Vietnam wirklich verstehen will, sollte sich diesen Ort nicht entgehen lassen.

Übernachtung

Wir haben uns im Saigon Chill Hostel einquartiert, was wir empfehlen, sofern ihr einen tiefen Schlaf habt. Das Hostel beherbergt hauptsächlich alleinreisende Backpacker und liegt unmittelbar um die Ecke der Partymeile und alten Handelsstraße D. Búi Vien. Es hat eine sehr gute Lage für Ausflüge in die Stadt sowie zu den nahegelegenen Märkten, Restaurants und Cafés!

Allgemeines zu Vietnam

Vietnam erstreckt sich von der chinesischen Grenze im Norden bis zum Mekong-Delta im Süden und beeindruckt mit einer Vielfalt an Landschaften. Üppige Reisfelder, dichte Dschungel, Küsten mit endlosen Stränden und pulsierende Städte machen es zu einem perfekten Reiseziel für Abenteurer und Kulturliebhaber. Das Klima variiert je nach Region, sodass Vietnam das ganze Jahr über bereist werden kann. Die Kultur ist tief in den Traditionen des Buddhismus und Konfuzianismus verwurzelt, aber gleichzeitig erleben wir eine moderne Dynamik, die besonders in den großen Städten spürbar ist.

Geschichte

Vietnam blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, geprägt von chinesischen, französischen und amerikanischen Einflüssen. Die Jahrhunderte währende Herrschaft Chinas hinterließ deutliche Spuren in der Kultur, bevor das Land im 19. Jahrhundert französische Kolonie wurde. Der Vietnamkrieg prägte das 20. Jahrhundert maßgeblich, und noch heute spüren wir seine Auswirkungen, besonders in Ho-Chi-Minh-Stadt und den Cu-Chi-Tunneln. Doch Vietnam hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt und präsentiert sich heute als aufstrebendes Land mit einer Mischung aus Tradition und Moderne.


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